Seit 2008. „Urbane Mobilität“- Baum-Auto mit Ausstellung bei der Firma Schulz Engineering, Tettnang

13.05.2008

                                                                                                                           

 

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Seit 2008. „Urbane Mobilität“ (13.05.2014)

Schulz Engineering und Duktus

Ausstellung bei Schulz Engineering: Kunst gestaltet und setzt Ziele

Erschienen am 22.9.2008 in der Schwäbischen Zeitung Tettnang

TETTNANG (sz) – Das vielleicht erste „Baumauto der Welt“ erregt Aufmerksamkeit. Das Projekt „Urbane Mobilität“ war gleichzeitig Anstoß für die Ausstellung „Kunst trifft Technik“ der Künstlergruppe DUKTUS, welche am Freitag beim „Abend der offenen Türen“ von Schulz Engineering eröffnet wurde.

„Die Welt von morgen mitgestalten“ so lautet die Philosophie der Schulz Group, zu welcher Schulz Engineering gehört. Beim „Abend der offenen Türen“ erhielten die Besucher Einblicke in das Tätigkeitsfeld des Unternehmens. Die 1986 gegründete Firma ist heute einer der führenden Ingenieurdienstleister für die Planung und Konstruktion von Produktionsanlagen und Sondermaschinen für die Automobil- und Luftfahrtindustrie.

„Kreative Herausforderungen gehören zu unseren Lieblingsaufgaben“, so lautet ein Schlagwort der Schulz Engineering. Diesen Anspruch erfüllt auch das wohl erste Baumauto der Welt: Die 450 Kilogramm schwere Karosserie eines heimischen Automobilherstellers ist in einen 14 Meter hohen Ahornbaum, welcher sich auf dem Gelände der Firma befindet, „eingefädelt“. „Die Kunst hat sich geöffnet, es steht nicht nur das Schöne im Vordergrund, viel wichtiger ist heute die Auseinandersetzung mit Gedanken, die sich in einem Kunstwerk widerspiegeln“, stellt Bürgermeister Bruno Walter den Bezug zur Symbiose zwischen Kunst und Technik her. „Beide sind aber wichtig, nebeneinander und im Zusammenspiel, um etwas Neues entstehen zu lassen.“ Diese Vielfalt erkenne und sehe man aber auch deutlich an den Arbeiten der Gruppe Duktus, so Walter.

Schönheit der Geschwindigkeit

Kunst aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachtete der Spectrum-Vorsitzende Markus Schweizer, als er den Motor eines Volvo V 70 als Kunstwerk beschrieb und gleichzeitig auf das futuristische Manifest von Tomaso Marinette einging. So habe der italienische Schriftsteller 1909 im „Le Figaro“ erklärt, dass sich die Herrlichkeit der Welt um eine Schönheit bereichert habe: die Schönheit der Geschwindigkeit.

In diesem Einklang passe, so Schweizer, Kunst, Technik und Engineering gut zusammen, würden doch alle drei nicht stehen bleiben, sondern nach vorne treiben, sich den Problemen stellen. Er freue sich darüber hinaus für die gelungene Duktus-Ausstellung. Eine fast schon eindeutige Botschaft sieht Geschäftsführer Sven Schulz in dem Projekt „Urbane Mobilität“. „Vielleicht wollen uns die Künstler darauf aufmerksam machen, dass in Zukunft und im Sinne unserer Kinder nur Beides miteinander funktionieren kann: eine städtische Mobilität, die umweltverträglich und nachhaltig ist.“

Nachhaltig wolle man freilich auch die Paarung Ausstellung und Baumauto sehen, erklärt Künstlerin und Geschäftsführerin Petra Schulz. Deshalb lud sie nicht nur zum Betrachten der über 70 Kunstwerke ein. Sie verwies auch darauf, dass die DUKTUS-Künstler Angelika Banzhaf, Josefine Hurler, Rita Huchler, Thomas Geiger und Petra Schulz ein weiteres Ziel anstreben: Sie wollen, dass das Baumauto ins Guinessbuch der Rekorde kommt.

I: Die Ausstellung „Kunst trifft Technik“ ist noch bis zum 30. Oktober 2008 in den Räumen der Schulz Engineering GmbH Tettnang, Narzissenstraße 5, zu besichtigen. Anmeldungen unter Telefon 07542/ 9351-0 oder 8994.